Sued-West-Presse am 23.03.2010

/ Süd-West-Presse Patrick Fauss 23.03.2010

PATRICK -FAUSS

Hegelhofen.

Bei der Königlich Privilegierten Schützengesellschaft in Weißenhorn sollen neue, bessere Zeiten anbrechen. Mit Karl Heinz Dangel wurde bei der Generalversammlung in Hegelhofen der wichtigste Leistungsträger der Sportschützenmannschaft an die Spitze der Gesellschaft gewählt. “Ich werde mir ein Bild von der Situation oder der Fallstricke machen, die auf einen ersten Schützenmeister lauern”, erklärte Dangel bei seiner Antrittsrede.Kritisieren nur um kritisieren zu wollen, bringe die Schützen nicht voran, sagte er in Bezug auf viele Diskussionen und Streitereien, die es in der Vergangenheit um das Amt des ersten Schützenmeisters
und um die Zukunft des Vereins gegeben hatte. Die Querelen bei den Schützen sollen nach Möglichkeit fortan ein Ende haben. Wie der zweite Schützenmeister Hermann Moll zuvor ausgeführt hatte, steht es um die Zukunft der 1497 gegründeten Schützengesellschaft insgesamt wieder besser. Alleine die vergangenen September in Betrieb gegangene Bogenschieß-Anlage,sie hatte den Verein immerhin mehr als 400000 Euro gekostet,habe der Gesellschaft 16 neue Mitglieder beschert.Ärger gibt es hingegen nach wie vor auf einem anderen Gebiet: Im Rechtsstreit mit einer Baufirma, die im Rahmen von Bauarbeiten für eine Großkaliber-Schießanlage Kies abgebaut und nach Meinung der Schützen nicht den vereinbarten Gegenwert geliefert hatte, sei ein angestrebter Vergleich gescheitert. Mitarbeiter des Gerichts wollten sich bei einem Ortstermin an der Schießanlage ein Bild von der Lage machen, hieß es. Hermann Moll hatte, wie berichtet, im vergangenen Jahr die Vereinsleitung übernommen, nachdem der vor zwei Jahren an die Spitze der Schützen gewählte Siegfried Bögl nicht mehr zur Verfügung gestanden war. “Wie man hört seit einem Jahr beruflich und privat abgewandert”, umschrieb Dangel etwas geheimnisvoll den Umstand, dass sein Vorgänger das Amt zuletzt nicht mehr ausgeübt hatte.
Der neue Chef der Königlich Privilegierten Schützen schlug vor, Bürgermeister Wolfgang Fendt zum Schützenkommissar zu wählen. Fendt könne in dieser Eigenschaft Einspruch einlegen, wenn sich Vorkommnisse im Verein negativ auf die Stadt auswirken sollten. Außerdem könne der Bürgermeister den Verein in Krisenzeiten führen. Nicht zuletzt biete das neue Amt dem Verein “einen direkten Draht zur Stadt”. Einen größeren Vorteil gebe es kaum, betonte Dangel. Fendt wurde dann auch einstimmig in das Amt gewählt. Der Rathauschef nahm die Wahl an. Markus Kohler wurde von den Mitgliedern während der Versamm1ung zum neuen Schatzmeister gewählt.
Hermann Reiter führt indes das Amt des Jugendleiters weiter fort.

Schließlich ehrten die Weißenhorner Schützen langjährige Mitglieder.

Für 50 Jahre Mitgliedehaft in der Schützengesellschaft, dem Bayerischen Sportschützenbund und beim Deutschen Schützenbund wurden Berthold Raschke und Leonhard Weitrnann ausgezeichnet.
Für 40 Jahre wurde KarlHeinz Aubele geehrt.